Österreichische Rohstoffstrategie 2030

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Im Frühjahr 2020 hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) die Arbeiten zur Österreichischen Rohstoffstrategie 2030 aufgenommen. Startschuss war ein Kick-off Event eines Expertenpanels, in dem Vertreter des Ministeriums, der Wissenschaft, von Interessenvertretungen und von Unternehmen dabei sind. Der FV war durch DI Armin Richter und Gewerke Raimund Hengl vertreten.

Die Vision der Österreichischen Rohstoffstrategie 2030 ist es, eine Vorreiterrolle Österreichs bei der Stärkung der europäischen Industrie einzunehmen. Durch die intelligente Gewinnung und Verarbeitung von primären und sekundären Rohstoffen, mit Fokus auf die nationalen Vorkommen, gelingt es, die Wertschöpfungsketten zu verlängern und damit den heimischen Wirtschafts- und Industriestandort zu stärken.

Ziele der Strategie sind, eine verantwortungsvolle und sichere Versorgung Österreichs mit primären und sekundären Rohstoffen, eine im Gleichgewicht stehende nachhaltige, effiziente und schonende Nutzung der Rohstoffe im Rahmen einer kreislauforientierten Wirtschaft, die Beibehaltung und Weiterentwicklung der hohen österreichischen Standards, die Attraktivitätssteigerung des Wirtschaftsstandorts Österreich, die Stärkung der industriellen Wertschöpfung in Österreich und die Wohlstandssicherung.

Es wird dabei auf ein 3-Säulen-Modell und horizontale Themen gesetzt:

  • Säule 1: Nachhaltige Versorgung aus heimischen Quellen
  • Säule 2: Nachhaltige Versorgung aus internationalen Zulieferquellen
  • Säule 3: Smart Production, Kreislaufwirtschaft sowie neue, wertschöpfende Technologien und Produkte
  • horizontale Themenfelder: Forschung & Entwicklung, Bildung & Ausbildung, Digitalisierung & Automatisierung, Dialog & Umfeldanalyse

31.08.2020

Im Sommer 2020 fanden zahlreiche Workshops zu den o.g. Themen unter Teilnahme des FV-Büros und zahlreicher Unternehmensvertreter statt. Der FV konnte seine Themen im Expertenpanel und den Workshops positionieren. Alle Forderungen, u.a. Umsetzung des Rohstoffplans in allen Bundesländern, keine Recyclingquoten für Baurohstoffe, keine Rohstoffsteuer, Tonnagenerhöhung für LKW mit schweren Aufbauten, fanden sich in den Outputpapieren der Workshops wieder.

31.05.2021

Auf Basis der Workshop-Ergebnisse wurde vom BMLRT im Herbst ein „Basispapier für eine Österreichische Rohstoffstrategie 2030“ erstellt. Ein Exzerpt daraus wurde bei einer Online-Diskussion des BMLRT zur Österreichischen Rohstoffstrategie 2030 im Dezember 2020 präsentiert.

 

Ab Jänner 2021 fand die interministerielle Abstimmung zwischen dem BMLRT und BMK / BMDW /BMEIA /BMLV / BMF statt, die im Frühjahr abgeschlossen wurde. Weiters gab es auch extra Runden mit NGOs, die sich intensiv in die Thematik eingebracht haben. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde das „Basispapier“ weiterentwickelt und um eine Maßnahmentabelle ergänzt.

 

Geplant ist eine Veröffentlichung des Masterplans Ende August/Anfang September. Gegenwärtig wird noch die Möglichkeit der Vorbereitung eines Ministerratsvortrags geprüft.

Sobald es weitere Informationen dazu gibt, werden wir Sie selbstverständlich informieren.

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