Neuigkeiten
für die Stein- und keramische Industrie
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31.8.2010 BAU!MASSIV! Nachhaltig und bedarfsgerecht: Herausforderungen für Politik und Bauwirtschaft im Wohnungsneubau 
  
   Wien (OTS) - BAU!MASSIV! appelliert: Der Abwärtstrend im Bausektor darf sich nicht fortsetzen. Sparen ja, aber nicht zu Lasten des geförderten Wohnungsneubaus. Die Wohnbauförderung ist von
unverzichtbarem Wert.

   "Auch wenn angesichts eines Staatsschuldenstands von mehr als 70% des BIP die Notwendigkeit der Sanierung des Budgets außer Frage steht: Die Auswirkungen eines weiteren Rückgangs der Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsneubau wären katastrophal", warnt Dr. Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie. Zunehmende Bevölkerung und steigende Lebenserwartung verändern das Zusammenleben und den Wohnraumbedarf in Österreich. Pro Jahr werden rund 50.000 neue Wohnungen gebraucht. Um ein harmonisches Miteinander unserer Gesellschaft ohne Ghettobildung zu gewährleisten, muss qualitätsvolles Wohnen auch in Zukunft für jedermann leistbar sein. 

Erfolgreiche Wohnungspolitik braucht Kontinuität

   Eine Kürzung der Mittel zu Lasten des geförderten Wohnbaus aufgrund aktueller politischer Rationalität, gefährdet langfristig die Stabilität der Wohnungsmärkte und damit die soziale Ausgewogenheit. "Die Wohnbauförderung muss über den derzeit laufenden Finanzausgleich hinaus sichergestellt werden", fordert Dipl.-Ing. Dr. Bernd Wolschner, Geschäftsführer SW Umwelttechnik Österreich GmbH und Obmann-Stv. des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie. "Die verstärkte Förderung der Sanierung sowie die Wohnbeihilfe dürfen nicht zu Lasten des Neubaus gehen. Die Finanzierung eines bedarfsgerechten Wohnungsneubaus ist unerlässlich."

Forschungsinitiative "Nachhaltigkeit massiv"

   Die Stein- und keramische Industrie übt mit ihren Baustoffen großen Einfluss auf das Baugeschehen in Österreich aus. BAU!MASSIV!, die Lobbying- und Informations-Plattform der Hersteller mineralisch gebundener Baustoffe, setzt sich dafür ein, dass in allen Aspekten des Bauens, die sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte gleichberechtigt mit Umweltfragen berücksichtigt werden. Wolschner: "Die Förderkriterien für Neubauten müssen auf den drei Dimensionen der sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit aufgebaut sein. Damit der umfassende Begriff der Nachhaltigkeit zur Basis von Gesetzen werden kann, hat der Fachverband Steine-Keramik die Forschungsinitiative 'Nachhaltigkeit massiv' ins Leben gerufen." Ziel ist, die Bauprodukte und -dienstleistungen technologisch weiterzuentwickeln und die Bewertbarkeit von Gebäuden zu verbessern. "Planer, Investoren und Förderstellen haben Bedarf an Daten, die einfache aber korrekte #Ratings' ermöglichen", so Wolschner.

Bester Wärme-, Schall- und Brandschutz im Massivbau

   Massive Baustoffe bestehen aus natürlichen mineralischen und praktisch unbegrenzt in Österreich verfügbaren Rohstoffen wie Sand, Kies, Ton und Lehm. Sie sind die beste Voraussetzung für gesundes und behagliches Wohnen. Massive Baustoffe sorgen für höchste Energieeffizienz und eignen sich hervorragend für die Errichtung von  Niedrigenergie-, Passiv- und "nearly zero energy"-Häusern. Optimaler Schallschutz zählt zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen des Massivhauses. Schwere, massive Decken und Wände gewährleisten ausreichend Schalldämmung gegenüber Nachbarwohnungen. Massiv gebaute äuser sind auch absolut standsicher. Ausschlaggebend für eine lebenslange Sicherheit ist vor allem die hohe Tragfähigkeit aller Wände, Stützen und Decken. Das Brandrisiko im Wohnbau hängt entscheidend von der Bauweise ab. Massive Baustoffe entwickeln weder Rauch noch giftige Dämpfe und wirken als Brandstopper, von denen keine weiteren Gefahren ausgehen, während andere Materialien selbst zur Brandlast und zur Brandausbreitung beitragen. Jahr für Jahr sterben in Österreich mehr als 60 Menschen an den Folgen von Bränden. Zusätzlich richten Feuer in Gebäuden jährlich Schäden von mehr als 400 Millionen Euro an. "Wir brauchen Brandschutzvorschriften, die stärker auf die verwendeten Baumaterialien Rücksicht nehmen", so Wolschner. 

Energiegeladen und ressourcensparend Wohnen

   40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs der Europäischen Union entfallen auf Gebäude. Sie stellen die größte Emissionsquelle Europas dar. Dipl.-Ing. Martin Leitl, Geschäftsführer Bauhütte Leitl-Werke GmbH und Techniksprecher des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie: "Die höchsten Kosten entstehen in der Nutzungsphase. Um den Energie- und Sanierungsbedarf von Gebäuden künftig weiter zu senken, braucht es durchdachte Baukonzepte. Unverzichtbar beim nachhaltigen Bauen ist der Einsatz massiver, mineralischer Baustoffe wie Beton und Ziegel als Wärmespeicher im Winter und natürliche 'Klimaanlage' im Sommer. Wahrer Wohnwert, maximale Zweckmäßigkeit und reine Natürlichkeit qualifizieren die Massivbauweise ganz klar zur Bauform der Zukunft. Sie ist dem 'Planungsziel Nachhaltigkeit' in allen Dimensionen gewachsen." Zusätzlich weist Leitl darauf hin, dass das Sonnenhaus, bei dem zumindest die Hälfte der Energie aus Sonnenkollektoren kommt, trotz höherer Energieeffizienz gemäß den derzeitigen Förderkriterien aus der Wohnbauförderung fallen könne. "In Zukunft müssten die Förderkriterien daher die Primärenergie berücksichtigen und nicht wie bisher allein auf den Heizwärmebedarf abstellen", so Leitl.

BAU!MASSIV! setzt auf Nachhaltigkeit beim Bauen

   Mag. Robert Schmid, Geschäftsführer Wopfinger Baustoffindustrie GmbH und Obmann-Stv. des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie, hält das Engagement von BAU!MASSIV! zur Nachhaltigkeit  zusammenfassend fest: "Wir wollen die Nachhaltigkeit in ihrer sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimension wissenschaftlich untermauern und weiterentwickeln. Uns geht es auch darum, dass sich diese umfassende Betrachtung der Nachhaltigkeit in den  Regelungen für das Bauwesen wiederfindet."

Rückfragehinweis:
   PRESSESTELLE
   martrix public relations & public affairs   Mag. Beatrix Skias   Schwarzenbergplatz 5, 1030 Wien   b.skias@martrix.at   Mobil: +43 664 43 42 421
   public affairs agency    Mag. Imma Baumgartner   imma.baumgartner@public-affairs-agency.net   Mobil: +43 676 3456209
   KONTAKT BAU!MASSIV!    DI Robert Stefenelli    Fachverband der Stein- und keramischen Industrie    Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien   kontakt@baumassiv.at    Mobil: +43 676 5387165


   Weitere Informationen unter: 
   www.baumassiv.at
   www.nachhaltigkeit-massiv.at
 



18.8.2010 Initiative UMWELT+BAUEN: „Jetzt intelligent investieren, um lebenswerte Zukunft zu bauen“
WKÖ-Hennrich: „Weiteres Streichkonzert bei öffentlichen Bauinvestitionen wäre fatal“ – Politik muss Bevölkerungsanstieg mit forciertem Wohn- und Infrastrukturausbau begegnen

Die vier Kernziele der neugegründeten Initiative „UMWELT + BAUEN“ - Sanierungsrate steigern, mehr leistbare Wohnungen neu bauen, auf erneuerbare Energieträger umsteigen und den Bau von zukunftsweisenden öffentlichen Verkehrsverbindungen und Bildungseinrichtungen vorantreiben - wurden heute, Donnerstag, bei der Roadshow der Initiative in Vorarlberg bekräftigt. 
Die Ausgangslage für Investitionen in Umwelt und Bau ist derzeit denkbar schlecht: Die Sanierungsrate liegt nach wie vor bei nur rund 1 Prozent, das Erfolgsmodell des Sanierungsschecks ist ausgelaufen, die Energiestrategie 2020 in Diskussion und die Nachhaltigkeit – die zukunfts-wirksame Vernetzung von Umwelt, Sozialem und Wirtschaft –  droht der Budgetsanierung geopfert zu werden.

Forcieren von Wohnbau und Ausbau der Infrastruktur
Carl Hennrich, Geschäftsführer Fachverband der Stein- und keramischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und einer der 15 Partner der Initiative betonte: „2030 werden in Österreich um 8 Prozent bzw. 680.000 Personen mehr leben als heute. Diesem Bevölkerungsanstieg muss die Politik mit forciertem Wohnbau und besserer Infrastruktur begegnen. Doch die Realität ist eine andere: Die Zahl der Bewilligungen für neue Wohneinheiten geht im Zeitraum 2009-2011 um knapp 15 Prozent auf rund 35.000 zurück. Der langfristige Durchschnitt liegt dem gegenüber bei etwa 46.000 Wohneinheiten. Er garantierte eine über Jahrzehnte erfolgreiche Wohnungspolitik in Österreich“. 

Verringerung der Bautätigkeit befürchtet
Hennrich warnte: „Eine weitere Verringerung der Bautätigkeit ist durch die Streichungen  von Investitionen in Straßen- und Schienenbau zu befürchten. Angesichts des internationalen Wettbewerbs der Standorte wäre ein solches Streichkonzert fatal.“ 

Koordinator der Initiative „UMWELT + BAUEN“ Josef Muchitsch unterstrich gemeinsam mit den anderen Partnern: „Wir profitieren noch heute von den Investitionen, die in der Vergangenheit getätigt worden sind. Um die Wirtschaft anzukurbeln, Arbeitsplätze zu sichern und unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft zu bauen, müssen wir jetzt intelligent investieren. “ (AC)

Rückfragen:
Fachverband Stein- und keramische Industrie
Mag. Robert J. Wasserbacher
Telefon: +43 (0)5 90 900 3534
E-Mail: steine@wko.at 
 



12.8.2010 Konjunkturerhebung der Stein- und keramischen Industrie: Negativtrend setzt sich fort
 - Fachverband Steine-Keramik: Mitarbeiterrückgang von 2,8% im ersten Halbjahr 2010
- Infrastrukturindustrie weiter im Abschwung
– Hauptproblem: Stagnation im Wohnbau

Die Stein- und keramische Industrie hat heute die Halbjahresbilanz ihrer Umsatz- und Beschäftigtenerhebung vorgelegt. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2010 lassen erneut die Alarmglocken läuten: Per 30. Juni 2010 hat sich der Beschäftigtenstand im Vergleich zum Vorjahresergebnis von minus 6,2 Prozent um weitere 2,80 Prozent auf nunmehr 14.640 Mitarbeiter verringert. Somit ging seit 2008 jeder neunte Arbeitsplatz verloren. 

Der Zuwachs von 1,44 Mrd. Euro auf 1,46 Mrd. Euro beim Umsatz des gesamten Sektors ist für Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbandes Steine-Keramik, nur ein schwacher Trost: Das leichte Gesamtplus von 1,51 Prozent ist der Erholung von Teilen der arg gebeutelten Industriezulieferer (+ 12,05 Prozent) zu verdanken, während die Bauzulieferer einen Umsatzrückgang von minus 0,54 Prozent hinnehmen mussten. Spitzenreiter bei den Umsatzgewinnern ist die Schleifmittelindustrie mit einem Zuwachs von 29,87 Prozent im Vergleich zu einem katastrophalen ersten Halbjahr 2009 mit minus 34,72 Prozent. Positiv entwickelte sich auch die Kalkindustrie mit plus 10,09 Prozent. Die Liste der Umsatzverlierer führt die Naturwerksteinindustrie mit minus 20,15 Prozent an. 

Halbjahreszahlen zeigen nach unten: Trendumkehr nicht in Sicht
Eine Beruhigung der Geschäftsentwicklung für das weitere Jahr 2010 erwartet Hennrich nicht: Die Halbjahreszahlen zeigen deutlich auf, dass sich der Abwärtstrend im Bausektor 2010 und wahrscheinlich auch 2011 fortsetzen wird. „Diese Einschätzung wird auch durch eine Blitzumfrage gestützt, die wir bei unseren Mitgliedern über die Geschäftsentwicklung seit 1. Juli 2010 durchgeführt haben. Bei der überwiegenden Mehrheit der Unternehmen gab es eine Negativentwicklung. Und 2/3 der Unternehmen erwarten für das 2. Halbjahr eine noch schlechtere Konjunktur als im 1. Halbjahr 2010“, so Hennrich.

Hauptursache für schlechte Entwicklung ist der rückläufige Wohnbau
Als einen der Hauptgründe für die schlechte Entwicklung nennt Hennrich die stark rückläufigen Wohnbaubewilligungen: 2010 und 2011 werden die Bewilligungen um vier Prozent auf 38.900 bzw. 37.400 neue Wohneinheiten zurückgehen. Dem gegenüber steht ein Bedarf von 45.000 – 50.000 neuen Wohnungen jährlich, denn bis 2030 wird laut jüngst aktualisierten Bevölkerungsprognosen die Zahl der Menschen in Österreich um 680.000 zunehmen. „Die immer größere werdende Lücke zwischen Bedarf und Neuangebot trifft neben der Wirtschaft vor allem das untere Einkommensdrittel der Bevölkerung“, betont Hennrich. Mit einem Rückfall auf 37.400 neuen Wohneinheiten im Jahr 2011 klafft bereits eine Lücke von rund 10.000 neuen Wohnungen zum tatsächlichen Bedarf. Diese massive Angebotsverschlechterung zieht höhere Wohnkosten und explorierende Quadratmeterpreise bei Neubauwohnungen nach sich – was auch zu sozialen Spannungen führen kann. 

Infrastrukturausbau dringend erforderlich
„Für uns steht außer Frage, dass angesichts eines Staatsschuldenstands von mehr als 70 Prozent des BIP eine Sanierung des Budgets erforderlich ist. Wir warnen aber eindringlich davor, dass dies auf Kosten der Weiterentwicklung und des Ausbaus der Infrastruktur geschieht“, unterstreicht Hennrich. Infrastrukturausgaben sind Investitionen in den Standort und in die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Ohne Ausbau und ständige Weiterentwicklung der Infrastruktur wird dem Standort Österreich langfristiger Schaden zugeführt. „Es ist Aufgabe der Politik, darauf aufmerksam zu machen, dass Investitionen in Straßen-, Schienen-, Telekommunikations- und Energieinfrastruktur von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung sind, da sie einen erheblichen Standortfaktor – und damit Arbeitsplatzfaktor darstellen“, so Hennrich. 

Cash-Flow der Unternehmen im Sinken
Die Auswirkungen eines weiteren Rückgangs von Infrastrukturinvestitionen und des ständigen Sinkens der Wohnungsneubauten auf die Baustoffindustrie wären katastrophal. Der Cash-Flow der Unternehmen verschlechterte sich 2009 um 32,7 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vorangegangenen neun Jahre. Dieser Rückgang ist für eine anlagen- und investitionsintensive Branche wie die Baustoffindustrie besonders dramatisch, da er auch einen permanenten Rückgang der Arbeitsplätze zur Folge haben könnte. 

Trendumkehr jetzt: Vorschläge des Fachverbandes 
1) Als wichtigste Gegenmaßnahme nennt Hennrich eine Verbesserung der Finanzie-rungsbedingungen für den frei finanzierten Wohnbau. Im geförderten Wohnbau muss es zu einer bedarfsgerechten Finanzierung kommen. 
2) Angesichts eines Verlustes von 11 Prozent der Ertragsanteile bei  den Gemeinden sind hier Kompensationsmaßnahmen dringend erforderlich. Die Gemeinden zählen zu den wichtigsten Auftraggebern für die Baustoffindustrie. 
3) Eine der zentralsten Forderungen des Fachverbandes ist letztlich ein klares Be-kenntnis der Politik zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der Infrastruktur. Infrastrukturpolitik ist mehr als Verkehrspolitik. Sie ist Standort-, Beschäftigungs- und Wachstumspolitik.

Rückfragehinweis:
Fachverband der Stein- und keramischen Industrie, Dr. Carl Hennrich, Tel: +43 (0) 590 900-3531, E-Mail: steine@wko.at
 



12.8.2010 UBA Studie - "Proposal for a scientific reevaluation of Refractory Ceramic Fibers“ 

Durch den Einsatz von feuerfesten Aluminiumsilikatfasern werden in Hochtemperaturanlagen Energieeinsparungen von bis zu 50% erzielt, was darüber hinaus die CO2-Emissionen wesentlich reduziert. Im Jahr 2010 wurden jedoch zwei Varianten dieser Fasern – basierend auf einer bis heute umstrittenen Einstufung als krebserregend - auf die Kandidatenliste für besonders besorgniserregende Stoffe entsprechend der REACH Verordnung mit nachteiligen Konsequenzen für die gesamte Industrie und Volkswirtschaft aufgenommen. Eine unabhängige Studie des Umweltbundesamts kommt nun zum Schluss, dass diese Stoffe bislang keiner ausreichenden und korrekten Bewertung unterzogen wurden und schlägt einen Multi-Stakeholder Prozess vor, um eine datenbasierte, transparente und effiziente Re-Evaluierung durchzuführen.
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2.8.2010 Artikel mit Verweisen aus der Steinpresse 4/2010

Novelle Deponieverordnung 2008 / Richtlinie Sicherstellungen (92 KB pdf)
Im Juni wurde im BGBl II 178/2010 eine Novelle der Deponieverordnung 2008 betreffend die finanzielle Sicherstellung veröffentlicht. Gleichzeitig hat das Umweltministerium eine Richtlinie zur Berechnung von finanziellen Sicherstellungen für Deponien vorgelegt (Richtlinie 644 KB pdf und BGBl 172 KB pdf). Betroffen von der Novelle bzw. der Richtlinie sind Deponieinhaber von bereits bestehenden Deponien und von zukünftig erst zu errichtenden Deponien.
 



18.6.2010
UMWELT + BAUEN: Jetzt für unsere Kinder investieren!

Unter diesem Motto starteten insgesamt 15 Partner aus den verschiedensten Institutionen die überparteiliche Initiative „UMWELT + BAUEN“. Gemeinsam will man die Politik von der Notwendigkeit der erarbeiteten Nachhaltigkeitsmaßnahmen überzeugen. Es wurden vier intelligente Investitionen für die Zukunft präsentiert.

Die derzeitige Ausgangslage ist leider alles andere als rosig. Die Sanierungsrate liegt nach wie vor nur bei rund 1 %, das Erfolgsmodell des „Sanierungsschecks“ läuft aus, die Energiestrategie 2020 ist in Diskussion und die Nachhaltigkeit – die zukunftswirksame Vernetzung von Umwelt, Sozialem und Wirtschaft –  droht der Budgetsanierung geopfert zu werden. 
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Mission Statement ...

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21.4.2010 Leitl fordert rasche Impulse für Konjunktur: „Erneuern statt besteuern“
Uni-Experte Schneider: „Wachstumsbranche Pfusch durch Handwerkerbonus bremsen“ - Raiffeisen-GD Rainbacher: „Thermische Sanierung mit 2%-Zinsenzuschuss unterstützen“

„Systeme erneuern, statt Bürger und Unternehmen besteuern“, forderte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl heute, Mittwoch, Impulse für die heimische Konjunktur, die noch 2010 wirken. Dies sei notwendig, weil einige Indikatoren für eine Verlangsamung des wirtschaftlichen Aufwärtstrends sprechen. „Das beste Rezept, um die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen, ist das Wachstum anzukurbeln“, appellierte Leitl an die Bundesregierung, die Forderungen der Wirtschaft nach Fördermaßnahmen für die thermische Sanierung und die Umsetzung des Handwerkerbonus rasch in Angriff zu nehmen.

Wohnbauförderung zweckwidmen
„Wir wollen dem Finanzminister nicht in die Tasche greifen: Die thermische Sanierung und der Handwerkerbonus sind intelligente Maßnahmen, die das Budget nicht belasten. Das Fördervolumen kommt als Steuereinnahme wieder zurück in die Staatskasse.“ Einwänden, wonach aufgrund der angespannten Staatsfinanzen nicht genügend Mittel für die Impulse vorhanden seien, erteilte Leitl eine Absage: „Es geht mir nicht um neue Schulden. Die vorhandenen finanziellen Mittel müssen richtig eingesetzt werden.“ Die Wohnbauförderung betrage jedes Jahr 2,8 Milliarden Euro, davon stamme eine Milliarde von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Doch  sie werde von den Ländern nicht ausschließlich für den Wohnbau ausgegeben. „Wenn die Bundesländer die Wohnbauförderung für ihre Länderbudgets verwenden, handelt es sich dabei um eine gesetzlich legitimierte Veruntreuung“, so der Wirtschaftskammerpräsident, der für eine Zweckwidmung der Wohnbauförderung eintritt.

Handwerkerbonus gegen Wachstumsbrache Pfusch 
„Der Pfusch ist in Österreich eine Wachstumsbrache“, merkte Professor Friedrich Schneider von der Universität Linz an und fügte hinzu: „2009 stieg die Schattenwirtschaft zum ersten Mal wieder um fünf Prozent an und auch in diesem Jahr wird sie um weitere vier Prozent wachsen. Das heißt: Der Pfusch in Österreich wird somit 2010 ein Volumen von rund 21,32 Mrd. Euro erreichen.“  Um die Schattenwirtschaft zu bekämpfen und mehr Handwerksleistungen in die offizielle Wirtschaft zu bringen, schlug Schneider die rasche Einführung des Handwerkerbonus vor. Dieser Bonus ermöglicht eine steuerliche Absetzbarkeit von 20 Prozent der haushaltsnahen Dienstleistungen und Investitionen pro Jahr bis zu 5.000 Euro. Somit erhält ein Haushalt eine Steuergutschrift von maximal 1.000 Euro. Durch diese Maßnahme würde sich das Schattenwirtschaftsvolumens um drei bis fünf Milliarden Euro reduzieren. „21 Prozent jener Österreicher, die eine Renovierung planen, würden von dem Bonus Gebrauch machen und einen Handwerker beauftragen“, so Schneider und ergänzt: „Der Handwerkerbonus ist nicht nur für den Finanzminister ein Geschäft, sondern Wirtschaft und private Haushalte profitieren ebenfalls davon.“

Förderpaket für die thermische Sanierung erst 2011 
Nachdem das angekündigte Förderpaket der Bundesregierung für die thermische Sanierung erst 2011 wirksam sein wird, sprach sich der Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse,  Erich Rainbacher, für eine kurzfristige Zwischenlösung aus: Rainbacher plädiert für ein Modell, das einen zwei-Prozent-Zinsenzuschuss für die ersten beiden Jahre einer Bausparfinanzierung vorsieht. Kreditnehmer müssten so in den ersten Monaten keine Zinsen begleichen. „Mit diesem Modell können mit einem Fördervolumen von 10,2 Mio. Euro Investitionen von 255 Mio. Euro ausgelöst werden. Das schafft 2.700 Arbeitsplätze“, so der Generaldirektor. Eine Umsetzung der Maßnahme durch die Bundesregierung sei laut Reinbacher bis Juni 2010 machbar.

Thermische Sanierung und der Handwerkerbonus haben Elchtest bestanden 
„Die thermische Sanierung und der Handwerkerbonus sind keine neuen Erfindungen. Sie haben bereits den Elchtest in anderen Ländern – unter anderem in Deutschland und Schweden – bestanden und die gewünschten Effekte für Wirtschaft, Umwelt und Beschäftigung ausgelöst“, schloss Wirtschaftskammerpräsident Leitl.

Rückfragen:
Stabsabteilung Presse, Mag. Rupert Haberson, Telefon: +43 (0)5 90 900 4362, E-Mail: rupert.haberson@wko.at 

Online Dokument(e): Handout Rainbacher (PDF-Datei, 93 kB); Handout Schneider (PDF-Datei, 75 kB); Handout Leitl (PDF-Datei, 31 kB); Handwerkerbonus (PDF-Datei, 603 kB); 2%-Zinsenzuschuss (PDF-Datei, 500 kB)
 



20.4.2010 Kollektivvertragsabschluß Arbeiter und Lohntabellen 2010

Der Fachverband Steine-Keramik hat mit der Gewerkschaft Bau-Holz am 25. Jänner 2010 nach langen Verhandlungen eine Einigung über die Umsetzung der Arbeitszeitgesetz-Novelle im Arbeiter-Kollektivvertrag sowie über die Erhöhung der Löhne erreichen. Unter der Leitung von Dr. Gerhard KATZENBERGER und Dir. Ernst RICHTER auf Arbeitgeberseite sowie von Abgeordnetem Josef MUCHITSCH und Bundessekretär Mag. Herbert AUFNER auf Arbeitnehmerseite wurden Flexibilisierungen im Arbeitszeitrecht (neue Bandbreitenregelung) und die Erhöhung der Löhne in den kommenden drei Jahren erzielt. Die IST-Löhne werden ab 1. Mai 2010 um 1,24% und die KV-Löhne um 1,29% (siehe Tabelle) erhöht; Laufzeit lohnrechtlicher Teil bis 30.4.2011.
Die Änderungen im Kollektivvertrag Arbeiter und die Lohntabellen finden Sie hier ... bzw. auf der Seite Kollektivverträge links.
 



8.4.2010 BAU-Paktpartner begrüßen erste Schritte zur Bundesförderung von Thermischen Sanierungen
100 Millionen Euro pro Jahr sind aber noch zu wenig – langfristige Sicherung notwendig

Die Baupaktpartner Bundesinnung Bau, Fachverband der Stein- und keramischen Industrie, die Gewerkschaft Bau-Holz und die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßen die Ankündigung der Minister Berlakovich und Mitterlehner
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29. März 2010 Wohnungsneubau und Wohnungssanierung sind ein perfekter Beitrag zur Budgetsanierung
100 Millionen Euro Förderung bringen dem Staat 400 Millionen Euro an Steuereinnahmen und Abgaben

Jeder Euro, den Finanzminister Josef Pröll in Wohnungsneubau und Gebäudesanierung investiert, bringt ihm an Steuerrückflüssen vier Euro. Eine Wohnbau- und Sanierungsoffensive wäre damit ein perfekter Beitrag zur Budgetsanierung, betont der Obmann des Fachverbandes Steine-Keramik in der WKO, Manfred Asamer. Neue Konzepte für den Massivbau helfen obendrein, die Ziele des Klima und Energiepakets 2020 zu erreichen. 
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17.3.2010 Forum mineralische Rohstoffe kürt vier Preisträger! 
Vergabe des ersten Nachhaltigkeitspreises für Rohstoffe gewinnende Unternehmen 

Am 16. März 2010 verlieh das Forum mineralische Rohstoffe in der SkyLounge der Wirtschaftskammer Österreich den Nachhaltigkeitspreis 2010. 
Neben den Preisen für hervorragende Leistungen in den Kategorien Wirtschaft und Soziales vergab das Forum Rohstoffe gemeinsam mit dem WWF den Preis für besondere Leistungen im Bereich Umwelt, sowie anlässlich des internationalen Jahres der Biodiversität 2010, den Sonderpreis für „Biologische Vielfalt“. Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die Aktivitäten setzen, welche über das von Planungsbehörden und vom Gesetzgeber Verlangte hinausgehen. 
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11.3.2010 Ein guter Morgen beginnt in einem sanierten Haus
= Die beste Sparform ist, dort zu investieren, wo mehr an Steuern und Abgaben zurückkommt als an Förderungen ausbezahlt wird =

Wien (GBH/FV Steine-Keramik/GLOBAL 2000/s Bausparkasse/BKAI)

Trotz der laufenden Gespräche über die Budgetkonsolidierung sind weitere Maßnahmen für die Sanierung des Gebäudebestandes sowie die Sicherung des Wohnungsneubaus ein notwendiger Bestandteil zur Sicherung von Arbeitsplätzen, zum Erreichen der Klimaziele und zur Ankurbelung der Wirtschaft.

Die Umsetzung der Energiestrategie ist dabei langfristig sicherlich auch ein Eckpfeiler. Kurz- und mittelfristig sind jedoch andere Maßnahmen notwendig.

Daher unterstützen die Sozialpartner der Baustoffindustrie (Fachverband Steine-Keramik und Gewerkschaft Bau-Holz) gemeinsam mit GLOBAL 2000, den Bausparkassen und der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten die Forderung des WIFO für eine dringend nötige klimabezogene Bauinitiative, eine Art „zweites Wiederaufbauprogramm“. 


Foto: Schmidinger, Schmid, Graf, Muchitsch, Treberspurg

Positionspapier Architekten&Ingenieurkammer
Positionspapier sBausparkassen
Presseunterlage BAU-Pakt Partner
Presseaussendung
 



23.2.2010 Artikel mit Verweisen aus der Steinpresse 1/2010

Brüssel-Tag des Fachverbandes Steine-Keramik
Am 27.1.2010 reiste der Fachverband mit 19 Funktionären nach Brüssel, wo am Nachmittag ein Workshop zum Thema „EU-Rohstoffinitiative und Biodiversität – zentrale Themen 2010“ und am Abend im Europäischen Parlament eine Dinner Debate mit dem Titel „Kopenhagen – Faire Klimaschutzverhandlungen? Auswirkungen auf Baustoffe und Keramik“ mit hochkarätigen Gästen veranstaltet wurde. 

Vorträge Rohstoffworkshop: FINCKE (677KB), FRITZ (941KB), HUBER-WILHELM (328KB)
Vorträge Dinner Debatte: SCHLEICHER (254KB), WOLSCHNER (159KB)
Österreich und die EU -  Links für Unternehmen
Reisebericht Fachverband (956KB)


Informationsblatt zur Abfallbilanz-VO
Die Bundessparte Industrie hat zu der am 1.1.2009 in Kraft getretenen Abfallbilanz-Verordnung ein Informationsblatt für die betroffenen Mitgliedsunternehmen erstellt. Download hier ...

Leitfaden Emissionsregister Oberflächengewässer
Der überarbeitete Leitfaden der Bundessparte Industrie zum Emissionsregister Oberflächengewässer ist hier abrufbar.

IST & SOLL
Termine und kurzer Tätigkeitsbericht des Fachverbandsbüros über das abgelaufene Jahr und Vorhaben für das neue Jahr. Hier ...
 



14.1.2010 Forschungsprojekt Nachhaltigkeit massiv
 - Fachverband Steine-Keramik und ÖGUT schaffen Basis für neue Gebäudebewertung

Baustoffe und Nachhaltigkeit – FV Steine-Keramik und ÖGUT schaffen Basis für neue Gebäudebewertung
Breite Informationsoffensive für 2010 geplant
Vor fast genau zwei Jahren gaben Fachverband Steine-Keramik und ÖGUT den Startschuss zur Forschungsinitiative „Nachhaltigkeit Massiv“; das mit 1,2 Mio. € dotierte Projekt wurde beim Klima- und Energiefonds eingereicht und wird über die FFG abgewickelt, wobei Fachverband und ÖGUT zusammen mit 13 Forschungspartnern ein Projekt-Konsortium bilden; 15 inhaltliche und ein zusammenfassendes Projekt wurden beauftragt.

Breite Nachhaltigkeitsdiskussion gestartet

Hauptziel war es eine breite Nachhaltigkeitsdiskussion zu starten, um die einseitig ökologische Schwerpunktsetzung bei Bewertungsinstrumenten wie dem OI3-Index und dem Gebäudebewertungstool Total Quality Building (TQB) zu überwinden. Nach Abschluss der Projekte liegen nun umfangreiche Ergebnisse vor, die vor kurzem bei einer sehr gut besuchten Veranstaltung in der WKÖ vorgestellt wurden.

Hauptergebnisse der „neuen Nachhaltigkeit von Gebäuden“: 

Ökologie - Erweiterung des Ökoindex 3 (OI3) um die Lebensdauer von Bauteilen (u.a.) 
Ökonomie - Berechnung von Lebenszykluskosten, Optimierung von Gebäudenutzungskosten, Leitfaden „Massive Alternativen im Bürobau“ (u.a.); 
Soziales - Sommerverhalten unterschiedlicher Baustoffe, Indikatoren für soziale Nachhaltigkeitsaspekte; 
Die Ergebnisse der Teilprojekte flossen in die Weiterentwicklung des österreichischen Gebäudebewertungssystems TQB ein.

Anlässlich der Projektpräsentation begrüßte Vizebürgermeister Michael Ludwig die Nachhaltigkeitsinitiative von Fachverband & ÖGUT; für Bauträgerwettbewerbe der Stadt hat Ludwig kürzlich soziale Kriterien eingeführt neben den Anforderungen der Ökologie, der Wirtschaftlichkeit und der Architekturleistung.

Pro Jahr 7000 neu errichtete Wohneinheiten

Zum Wohnbauprogramm der Stadt Wien führte er aus, dass jährlich 7000 Wohneinheiten neu errichtet werden, davon 85% gefördert. Ludwig betonte die Wichtigkeit der Wohnbauförderung und hob hervor, dass die im Rahmen des Finanzausgleichs lukrierten 450 Mio. € von der Stadt ausschließlich für das Wohnen verwendet würden, aufgestockt um 150 Mio. € aus Eigenmitteln. Von diesen insgesamt 600 Mio. € gingen ca. 300 Mio. € in den Wohnbau, 200 Mio. € in die Sanierung und 100 Mio. € in die Individualförderung.

Wettbewerb der Ideen für CO2-Einsparungen und Energieeffizienz 

Der Techniksprecher des Fachverbands, Martin Leitl rief zu einem Wettbewerb der Ideen beim nachhaltigen Bauen auf. Die besten Ideen sollten im Sinne der neuen EU-Gebäuderichtlinie zu Bauweisen führen, die voll auf die Ziele der CO2-Einsparung und Energieeffizienz ausgerichtet sind.

Bernd Wolschner, Obmann-Stv. des Fachverbands kündigte für 2010 eine breite Informationsoffensive der Stein- und keramischen Industrie zu den Forschungsergebnissen an und forderte deren Umsetzung in Österreich (erweiterter OI3, TQB, Sommertauglichkeitsnormung) und auf europäischer Ebene beim technischen Normungskomitee CEN TC 350 „Nachhaltigkeit von Gebäuden“.

Die Präsentationsbroschüre „Nachhaltigkeit Massiv“ sowie weitere Details zu den Ergebnissen können unter www.nachhaltigkeit-massiv.at abgerufen werden.

Die Riege der Vortragenden und der Organisation!
 



20.12.2009 Umwelthaftungsrecht und Versicherungen

In den letzten Wochen haben zahlreiche Unternehmen Briefe von Versicherungen erhalten, in denen diese die Betriebe vor einer Existenzgefährdung durch das neue, seit 20.6.2009 geltende Umwelthaftungsrecht warnen und den Abschluss einer Versicherung empfehlen. Die Wirtschaftskammer Österreich hat eine Darstellung des tatsächlichen Haftungsrisikos durch die neue Umwelthaftung erarbeitet. Lesen Sie hier mehr ...
 



17.11.2009 Erhöhung LKW-Gesamtgewicht Rohstofftransporte

Am 6.10.2009 gab es bei der Österreichischischen Bauzeitung unter der Leitung von Chefredakteurin Dr. Gisela GARY ein Roundtable-Gespräch zum Thema „Mehr Last auf LKW reduziert CO2, spart Treibstoff - und steigert die Effizienz am Bau! Gigaliner für Österreich - welches Zukunftsszenario blüht Österreich?“. 
Bei diesem Gespräch vertreten waren neben Fachverbandsobmann Manfred ASAMER und Geschäftsführer Carl HENNRICH die Herren Klaus FINK (ASFINAG), Wolfgang HERZER (Fachverbandsobmann Güterbeförderungsgewerbe), Andreas KÄFER (Vertreter BMVIT), Hermann KNOFLACHER (Verkehrswissenschafter) und Gerd SAMMER (BOKU, Institut für Verkehrswesen). Die Positionen der Diskutanten waren sehr unterschiedlich. 
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13.11.2009 BAU-Pakt: Bau- und Sanierungsmaßnahmen zur CO2-Reduzierung sind unumgänglich
Utl.: Österreich erfüllt als einziges Land der EU-15 Kyoto-Ziele nicht =

   Wien (OTS/PWK872) -    Vor genau einem Jahr schlossen sich die Bau-Sozialpartner Bundesinnung Bau, Fachverband der Stein- und Keramischen Industrie und Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) sowie die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 zum BAU-Pakt zusammen. Zum heutigen Jahrestag der Gründung der BAU-Pakt-Partnerschaft zeigten die Partner die notwendigen künftigen Maßnahmen auf und forderten die Bundesregierung auf, rasch zu handeln. Wie wichtig ein rasches Handeln auch für die Umwelt ist, beweisen jüngste Meldungen, wonach Österreich als einziges Land der EU-15 die Kyoto-Ziele nicht erreicht. 

   So unterstützen die BAU-Pakt-Partner BM Rudolf Hundstorfer in seiner Forderung nach einer raschen Fortführung der thermischen Sanierungsförderung mit Anfang 2010 und BM Reinhold Mitterlehner in der Forcierung einer mittel- und langfristigen Sanierungsoffensive im Rahmen der Klima- und Energiestrategie 2020.

   Die BAU-Pakt-Partner unisono: "Die Ablehnung sofortiger weiterer Maßnahmen im Bereich der thermischen Sanierung ist angesichts der Tatsache, dass Österreich als einziges der EU-15-Länder die vereinbarten Kyoto-Ziele nicht erreicht, eine ähnliche Vorgangsweise, als würde ein Kranker wissen, welche Medizin heilsam wäre, und sie trotzdem nicht anwenden! Gleichzeitig würde eine Fortführung der thermischen Sanierungsförderung dem Staat auch noch finanzielle Gewinne bescheren - keine andere Maßnahme hätte also mehr positive Effekte! Abgesehen davon ist es doch viel gescheiter, in CO2-Reduzierungsmaßnahmen zu investieren, anstatt 1 Milliarde 'Strafsteuern' für den Zukauf von CO2-Zertifikaten bis 2013 an Brüssel abzuliefern."

   Zusätzlich kritisch wird die Situation durch die Tatsache, dass der Wohnungsneubau, der private Hausbau und Projekte der Realwirtschaft dramatisch rückläufig sind. Bundesinnungsmeister KommR Ing. Hans-Werner Frömmel bekräftigt: "Genau hier müssen wir gegensteuern. Firmen tendieren auf Grund der niedrigen Auftragsbestände vermehrt dazu, in einen ruinösen Preiskampf bei Auftragsvergaben einzutreten."  In Finanzierungsproblemen sieht Frömmel einen der größten "Stolpersteine" in dieser Krise: "Wenn es nicht möglich wird, Privatkapital zu aktivieren, wird die Situation am Bau sich kritisch zuspitzen! Dazu ist die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe für die Konjunktursituation hauptverantwortlich."

   Wenn Konjunkturmaßnahmen fehlen, wird auch die Lage am Bau-Arbeitsmarkt dramatisch. Mit Ende Oktober 2009 waren in unseren Branchen 21.374 Menschen arbeitslos, das sind um 4.660 oder 27,9 % mehr als im Vorjahr. Somit sinkt auch die Anzahl der Beschäftigten. Abg. z. NR Josef Muchitsch, Stv. Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), ist besorgt: "Wenn es nicht sehr rasch neue Maßnahmen zur Konjunkturbelebung gibt, befürchten wir im Winter und im kommenden Frühjahr im Baubereich massive Einbrüche und bis zu 100.000 Arbeitslose allein in der Bauwirtschaft." Deshalb müsse sehr rasch gehandelt werden. 

   Besonders erfreulich ist für die BAU-Pakt-Partner das klare Bekenntnis von Sozialminister Rudolf Hundstorfer zu einer Neuauflage der thermischen Sanierungsförderung. Muchitsch: "Eine Fortführung der thermischen Sanierungsförderung soll noch heuer politisch vereinbart werden, um mit Jahresbeginn 2010 bereits mit der Vergabe beginnen zu können. Nur so ist es möglich, die Sanierungsmaßnahmen zum frühest möglichen Zeitpunkt auch wirklich zu starten. Wir dürfen hier keine Zeit verlieren! Mittel- und langfristig ist der Vorschlag von BM Mitterlehner, eine Sanierungsförderung mit der Umsetzung der Energiestrategie zu diskutieren, zu begrüßen. Kurzfristig brauchen
wir jedoch Maßnahmen, wie BM Hundstorfer sie vorgeschlagen hat. Die Bundesregierung muss bei der Konjunkturbelebung weiter auf dem Gaspedal bleiben anstatt zu bremsen!"

   Auch in die Vorschlagserarbeitung zur Energiestrategie sind die BAU-Pakt-Partner eingebunden.  Das Ziel der Energiestrategie, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß in Österreich deutlich zu reduzieren, ist nur mit einer deutlichen Steigerung der Sanierungsleistung möglich. ExpertInnen bestätigen, dass die Sanierungsrate auf 3 bis 5 % steigen muss.

   Manuel Graf, MA Pol Sc, Experte von GLOBAL 2000, verdeutlicht, wie dramatisch die Situation bereits ist: "Klimawandel findet statt! Wenn wir die verheerenden Folgen verhindern wollen, brauchen wir drastische CO2-Reduktionen. Wir müssen das riesige Potential der thermischen Sanierung nutzen. Direktförderungen sind hierfür das wirksamste und effizienteste Mittel, deshalb brauchen wir sowohl eine Fortführung der erfolgreichen thermischen Sanierungsförderung als auch eine Langfriststrategie für diesen Bereich. Wir haben keine Zeit, lange zu zögern!"

   Mag. Robert Schmid, GF der Schmid Industrieholding und Obmann-Stv. des Fachverbandes der Stein- und Keramischen Industrie, zeigt die Vorteile der thermischen Sanierung auf: "Wir haben aufgezeigt, dass Investitionen in die thermische Sanierung eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten und auch für die Bundesregierung sind, die aus der thermischen Sanierungsförderung mehr finanzielle Mittel zurückerhält, als sie investiert. Auch für die Langfriststrategie gibt es detaillierte Vorschläge: Mit 304 Millionen Euro an Fördermitteln p.A. soll die Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern gefördert werden. Dadurch würden 2 Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst und 21.500 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Mit dieser Maßnahme wären die Energie- und Klimaschutzziele 2012 und 2020 erreichbar, 50 PJ an Energie und 5,3 Millionen Tonnen an CO2 würden pro Jahr eingespart. Das Ziel der Energiestrategie 2020 würde damit sogar übererfüllt und auch das Ziel der Klimastrategie 2007 deutlich übertroffen!" Dazu kämen 1,1 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen für den Staat. Schmid: "200 Mio. Euro mehr Lohnsteuer und 306 Mio. Euro mehr an Umsatzsteuer könnte der Finanzminister lukrieren, 244 Mio. Euro mehr würden an Sozialversicherungsbeiträgen hereinkommen, und der Staat würde sich 295 Mio. Euro an Arbeitslosengeld ersparen. Diese Maßnahme ist also nicht zuletzt auch ein finanztechnischer 'Selbstläufer' für den Staat!" (SR)

Rückfragehinweis:
Bundesinnung Bau,   Mag. Manfred Katzenschlager,    Tel. 718 37 37-17,    E-Mail: katzenschlager@bau.or.at,    www.bau.or.at 
Fachverband der Stein- und Keramischen Industrie,    Mag. Robert Wasserbacher,    Tel. 05 90 900-3534,    E-Mail: steine@wko.at,    www.baustoffindustrie.at 
GLOBAL 2000,    Manuel Graf, MA Pol Sc,    Tel. 0699/142 000 19,    E-Mail: manuel.graf@global2000.at,    www.global2000.at 
Gewerkschaft Bau-Holz,    Mag. Sonja Schmid,    Tel. 01/40147-246

Schmid - Muchitsch - Frömmel - GrafPresseunterlage (93 KB pdf)
 



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